Gemeinde-Geist

26. Januar 2010

Um »Gemeinde« geht es morgen im Konfi-Unterricht – und zunächst mal um die paulinische Metapher in 1. Korinther 12: Die Gemeinde als Leib Christi. Körperteile, die verschiedener nicht sein könnten – und trotzdem gemeinsam ein Ganzes bilden.

Wie das funktioniert? Durch den Geist. Auch das Glaubensbekenntnis macht das ja deutlich: »…, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, …« ist kein dekoratives Anhängsel des dritten Artikels, sondern konstitutiver Bestandteil. Allein Gottes Geist macht die Gemeinde zur Gemeinde.

Nur (man denkt ja prophylaktisch immer über mögliche Anfragen nach): Was genau unterscheidet die Gemeinde dann…z.B. vom hiesigen Sportverein?

Früher wäre ich die Sache vermutlich zügig quantitativ angegangen: In der Gemeinde ist die Gemeinschaft eben noch besser, noch robuster, … (Was dann allerdings nicht für jede Gremiensitzung gilt.) Mitglieder einer Gemeinde sind noch grundverschiedener… (Hmm – wie war das mit jüngeren kirchlichen Milieustudien?) Eine Gemeinde beschäftigt sich mit Lebensthemen. (Was jeder halbwegs überzeugte Tischtennisspieler auch von seiner Trainingsrunde sagen würde.)

Was also dann? Lasst mich nicht hängen. Morgen muss ich präpariert sein…

 

4 Kommentare zu “Gemeinde-Geist”

  1. Alex meint:

    Mmh… was ist mit den Voraussetzungen zur Mitgliedschaft? Oder dass die Gemeinde ihre Gemeinschaft auf jemanden gründet, nicht auf ein Interesse oder eine Tätigkeit. Oder dass jeder ein integraler Bestandteil der Gemeinde ist, auch wenn er unregelmäßig am “Training” teilnimmt und nie an “Ausschüssen”? Nur ein paar Ideen…

  2. Johannes meint:

    Hm, vielleicht kann man für die Konkretion des etwas abstrakten Begriffes “Einheit im Geist”, den Kontext der Kapitel 11 und 13 bemühen? Also “Abendmahl” und “Liebe”? Beides ja “Dinge”, die Paulus recht anschaulich beschreibt. Beide sind meines Erachtens ebenfalls konstitutiv für Gemeinde. Aber von der Quanität des Stoffes ist das dann vielleicht doch etwas viel für nur eine Konfistunde. ;)

  3. Rico meint:

    Nun ist die Stunde wahrscheinlich schon rum, aber
    ich hätte folgendes gesagt:

    1.) In der Kirche spielen wir auch ein Spiel analog zum Fußball.
    2.) Dies ist ein ganz besonderes Spiel: a) wir spielen mit ebenso großer Leidenschaft, wie ihr Anhänger des VfB seid b) unser Spiel ist ein Ernstes
    Spiel, denn es geht hier um Leben und Tod c) unser Spiel ist absichtslos, denn wir empfangen hier das, was wir sind: Leib Christi.
    3) Das alles würde ich im Kirchenraum machen. Da kann man die Spielregeln, die einzelnen Stationen im Spiel besser zeigen.

  4. Daniel meint:

    Danke für eure Anregungen! Nein, die Struktur meiner Stunde konnte ich natürlich nicht mehr umwerfen, lieber Rico (zur Körperteile-Körper-Metapher gab’s auch ein cooles Spiel :-) ) – aber die inhaltlichen Hinweise haben mir weitergeholfen. Zumindest wussten die Konfis dann ganz genau, warum ausgerechnet Geist und Kirche zusammengehören im Glaubensbekenntnis.

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