Geld-Segen

20. September 2012

»Geld oder Glaube« … heißt ein knapp halbstündiger Dokumentarfilm aus dem Hause Umbreit Film. Ein Jahr lang wurden Konfirmand(inn)en im baden-württembergischen Markgröningen begleitet. Und durchgehend schwingt eine Frage mit: Worum geht es denen genau? Wirklich nur um Geld und Geschenke (so ja die gängige Meinung unter Erwachsenen)? Oder doch um mehr?

Zwei Jahre später, 2009, gab die (erste) Tübinger Konfirmandenstudie eine eindeutige Antwort: »Geld und Glaube«. Neben Geld und Geschenken wollen Konfis von heute ausdrücklich auch den Segen Gottes. Die Aussage

»Mir ist es wichtig, bei der Konfirmation den Segen zu empfangen.«

erreichte auf einer Zustimmungs-Skala von 1 bis 7 deutschlandweit im Schnitt einen Wert von knapp über 5, … wohingegen die Zustimmung zur Aussage

»Mir ist es wichtig, am Ende Geld oder Geschenke zu bekommen.«

knapp unter 5 landete.

Auf so ein Ergebnis verlässt man sich natürlich gerne. Bis ich es ganz genau wissen wollte – und am Ende des letzten Konfirmandenjahrs die umfangreichen Möglichkeiten zur Selbst-Auswertung genutzt habe. Das Ergebnis: Bei »meinen« gut 30 (Ex-)Konfis fällt das Resultat sogar noch klarer aus: Der Geld-und-Geschenke-Satz landet bei 4,55. Der Segen-Satz bei 5,69. Sogar der Wunsch nach einem großen Familienfest – im Bundes-Durchschnitt bei einem Spitzen-Wert von ca. 5,8 – blieb dahinter zurück: 5,46. Darauf baue ich gerne auf … vor allem nach manch (vermeintlich) misslungenem Nachmittag.

 

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