Falscher Fußball-Vergleich

7. August 2013

»Abschied vom "christlichen Abendland"« – so (und ganz bewusst ohne Fragezeichen) ist ein Gottesdienst überschrieben, den ich gerade vorbereite. In diesem Zusammenhang bin ich mal wieder auf den kirchlicherseits populären Hinweis gestoßen, Sonntag für Sonntag besuchten mehr Menschen in Deutschland einen Gottesdienst als die neun Fußball-Bundesliga-Spiele zusammen.

Das stimmt definitiv. Auch wenn man sich auf die »klassischen« Gottesdienste beschränkt. Und sogar dann noch, wenn man alle drei Profiligen zusammennimmt. Nur: Ist es angemessen, die unteren Spielklassen zu unterschlagen – und den bunten Wochenend-Trubel auf den dörflichen Fußballplätzen (während man auf der anderen Seite triumphierend jede Dorfkirche mitzählt)? (Den Vergleich der Einschaltquoten von ZDF-Fernsehgottesdienst und Fußball-Sendungen lassen wir lieber gleich …) Und: Was wäre eigentlich so schlimm daran, wenn sich die Bedeutung des christlichen Glaubens nicht (mehr) ausschließlich in Zahlen niederschlägt? Wenn sich der Schwerpunkt des Christentums auf andere Kontinente verschoben hat? Geht es um Christus – oder um die Bewahrung einer bestimmten »christlichen« Kultur? Und was wäre damit wirklich gewonnen?

 

5 Kommentare zu “Falscher Fußball-Vergleich”

  1. Peter meint:

    Yep. Und gerade ohne die Dorfkirchen sähe es ja wirklich trist aus in den Statistiken…!

  2. Daniel meint:

    Ach ja: Natürlich schließen sich Fußball und christlicher Glaube nicht gegenseitig aus! Da wäre ich der Richtige …

  3. Steffen meint:

    Mach mal publik, wann und wo der GoDi ist. Dann kommen vielleicht auch welche von auswärts. Auch wenn dann in einer anderen Kirche ein oder zwei Spieler fehlen werden;-)

  4. Daniel meint:

    Gerne: Hier stehen alle Infos

  5. Steffen meint:

    okay, notiert;-)
    Und: Danke für den Geschenktext.
    Es ist schon so auch von mir gemeint. Dankbarkeit ist -meinetwegen – eine Konsequenz, doch erwarten kann man die nat. nicht. Das verstehe ich schon auch so.
    Immer wieder: Menschen ist eben Menschen;-)
    Manche kapieren, manche nicht, manche ziehen Konsequenzen, manche nicht… So ist das (wahre) Leben!
    Überlassen wir das also getrost … Na, wem schon.

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