Examens-Einblicke V

27. Juli 2007

…der Anlauf ist so lang, dass einem das Ziel gelegentlich schon mal aus dem Blick gerät… Immerhin sind es noch geschlagene neun Monate bis zu den Klausuren. Diese aktuelle Folge meiner kleinen Serie »Examens-Einblicke« dient deswegen auch als Erinnerung für mich selbst. ;)

Mittwochs, 8.00 Uhr s.t., Fachschaftszimmer Theologicum – meine AT-Lerngruppe hat über zwei Monate lang durchgehalten… Jetzt sind wir durch mit den »Propheten«. Es war eine ergiebige Zeit, kleinere Durststrecken inklusive. Habe jetzt den Eindruck, einen Überblick gewonnen zu haben. Ein bisschen erschreckend ist es schon, wie viele Dinge mir völlig neu waren. Aber vielleicht ist es auch gut, dass ich nicht mein ganzes Studium hindurch von Exodus- und Fundtraditionen, Sinaimetaphorik und Landnahmemotivik gerdet habe…

Letzten Freitag bat Professor Bernd Janowski zu einer Probe-Examens-Klausur (um die wir ihn vorher selbst gebeten hatten…) Lief ganz ordentlich, denke ich. Besprochen wird die Sache nächste Woche. Auch mit einer mündlichen Test-Prüfung (zum Examens-Schwerpunkt »Amos«) war ich zufrieden.

Die Disziplin Altes Testament wird nächstes (Winter-)Semester wieder aktuell. Dann biete ich an der Uni – als Extra zu einer Vorlesung – ein Übersetzungs-Tutorium an.

Jetzt sind erst mal zwei Wochen Luft.

Diese Verschnaufpause kann ich gut gebrauchen – der »Ichthys« geht zur Zeit in die nächste Runde. Sitze u.a. an zwei eigenen Artikeln – aber dazu komme ich wohl erst am Montag.

Überhaupt merke ich: Es fällt mir sehr schwer, die Examensvorbereitung zur absoluten »Nummer 1« zu machen. Es sind einfach viele Dinge nebenher, die sich nicht so einfach »zurückfahren« lassen. Manchmal ärgert mich das. Andererseits – vielleicht entspricht es einfach meiner Art, auf mehreren »Baustellen« gleichzeitig zu arbeiten…

Meine NT-Lerngruppe – personal völlig anders besetzt (das ist ein Württemberger Spezifikum, weil man sich eben jeweils auf sehr spezielle Teilbereiche vorbereitet…) – startet am 6. August. Vornehmen werden wir uns die paulinischen Briefe. Geplant sind zwei Treffen pro Woche – das wird hart… Zum Einstieg habe ich diese Woche schon mal das NT-Repetitorium im Bengelhaus besucht – allerdings nur gaaanz sporadisch.

Nebenbei stehen schon die nächsten Weichenstellungen für die »Zeit danach« an. Eigentlich sprach ja alles ganz eindeutig für einen raschen Einstieg ins Vikariat, vor allem nach Judiths Stuttgart-Zusage (seit vorgestern ist auch die Wohnungsfrage geklärt). Nicht mehr ganz so einfach ist die Entscheidung, seitdem mir eine Promotion angeboten wurde. Habe die letzten Wochen über kräftig darüber nachgedacht, emails verschickt, Gespräche geführt, … Gut, dass wenigstens Gott den Durchblick hat… Wer will, kann gerne mit dran denken.

 

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