Examens-Einblicke II

26. März 2007

…wir sind zurück vom Lago Maggiore! Natürlich wurde dort intensiv gearbeitet ;) (und mir sind einige neue Gedanken gekommen) – aber im Großen und Ganzen war es eine sehr erholsame Zeit. Dazu hat auch die geniale Gegend beigetragen (einige Fotos findet man neuerdings in der entsprechenden Rubrik…).

Jetzt wartet die Zulassungsarbeit auf mich… Ich bin froh, endlich anfangen zu können – übrigens an meinem neuen Tisch auf der Bengelhaus-»Examensempore«… Den (exakten!) Titel musste ich schon Ende Januar festlegen – und es war ganz schön schwierig, sich nicht andauernd schon Gedanken zu machen (was wenig Sinn macht, bevor man die Primärquellen gelesen hat…).

Worum geht’s?! Anknüpfungspunkt ist die umstrittene »Pillenenzyklika« »Humanae vitae«, in der Papst Paul VI. (ausgerechnet…) 1968 Katholiken kategorisch die (künstliche) Empfängnisverhütung verbat. Ich möchte – quasi auf der Meta-Ebene – untersuchen, welcher moralische Autoritätsanspruch sich in diesem Dokument widerspiegelt. Anschließend möchte ich »Autonome Moral und christlicher Glaube«, ein Buch des katholischen Moraltheologen Alfons Auer, als programmatische (Gegen-)Reaktion auf die päpstlichen Äußerungen interpretieren. Am Schluss soll eine Bündelung stehen – vornehmlich aus evangelischer Sicht.

Das ist jede Menge Stoff, den ich auf (umgerechnet) 30 Seiten zwängen muss. Das dürfte die größte Herausforderung werden… Aber ich bin motiviert.

In Folge III geht es voraussichtlich um meine mündlichen Examensthemen – so ich dann schon welche habe…

 

2 Kommentare zu “Examens-Einblicke II”

  1. Daniel meint:

    …tja – so kann’s gehen… Hänge gerade kräftig fest mit meinem Konzept – und bin mal wieder nach Mitternacht im Bett…

    Na ja. Jetzt ist Schluss. Morgen geht’s weiter!

  2. Daniel meint:

    …die Zeiten ändern sich – und wie! Hier ein Bericht aus der “Herder Korrespondenz” von 1962:

    “In einer über KNA [Katholische Nachrichten-Agentur] (28.3.62) verbreiteten Information spricht Professor Werner Schöllgen von einer neuen ‘Sensationsmache, die bereits ihre Wellen schlägt’. Sie besteht in der Kolportage der Meinung, es gebe nunmehr auch in den europäischen Ländern eine bequeme, sichere, ästhetisch und medizinisch einwandfreie Methode der Empfängnisverhütung. Eine Frau brauche nur ein paar Pillen einzunehmen, um vor unerwünschten Folgen des sexuellen Verkehrs sicher zu sein. Es ist schwer nachzuprüfen, ob sich die Kunde von den antikonzeptionellen Medikamenten wirklich in dieser primitiven Fassung verbreitet.”

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