EU in klein

3. November 2010

Afrikas Mühlen mahlen langsam. Während Willibrod Slaa, Kandidat der Reformpartei Chadema, bereits den ordnungsgemäßen Ablauf der tansanischen Präsidentschaftswahlen von Sonntag anzweifelt, sind deren Ergebnisse immer noch nirgends zu finden. Auch heute kann »Fokus Afrika« nichts Entsprechendes berichten.

Bleiben die Meldungen vergangener Podcast-Sendungen. Eine (vom 13. Juli) hörte ich noch im Urlaub. Und die hat es in sich: Fünf ostafrikanische Länder – Burundi, Ruanda, Uganda, Kenia und eben Tansania – planen die »Ostafrikanische Gemeinschaft«. Eine Art EU in klein – mit gemeinsamem Arbeitsmarkt, einheitlicher Währung usw. Einen einheitlichen Binnenmarkt gibt es bereits. Warum eigentlich hört man davon nichts in Deutschland?

Die Einheimischen, die wir darauf ansprachen – das waren vor allem unsere gut gebildeten Guides – waren allerdings relativ skeptisch (unter anderem auf Grund der befürchteten Übermacht Kenias). Und wiederum recht beruhigt, weil sich die Sache ohnehin noch jahrelang hinziehen werde. Afrikas Mühlen mahlen eben langsam.

 

Ein Kommentar zu “EU in klein”

  1. Alex meint:

    Berichten auf BBC zufolge muss Herr Slaa die Ergebnisse auch schon vorab anzweifeln, da es nach Bekanntgabe der Ergebnisse keine Möglichkeiten zur Anfechtung mehr gibt…

    http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-11688694

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