Dominante Art

29. Januar 2014

Seit November (2013) bin ich zuverlässig ein bis drei Wochen hinterher mit der »ZEIT«. Deshalb erst jetzt der Hinweis auf Jens Jessens großartige »Zoologie der Angestellten«. Es gibt – mit Honoré de Balzac – in Wahrheit nur ein Tier. Und der eine Mensch hat sich ähnlich vielfältig ausdifferenziert wie Leopard und Küchenschabe. Aber welcher Kreatur entspricht dann der Angestellte, »der weite Teile der nordwestlichen Erdkugel erobert hat«, »überall in den gemäßigten bis subtropischen Klimaten ähnliche Arbeits- und Wohnhöhlen» besiedelt, »weitgehend unbissig und in seiner Lebensform nahezu willenlos«?

 

3 Kommentare zu “Dominante Art”

  1. Steffen meint:

    Also zum ersten Teil ein Buchtipp: “Die Abstammung des Menschen” von Charles Darwin.
    Auch oder gerade für uns Fromme geeignet.
    Und zum Zweiten: Der Angestellte, ist das nicht der, der aufgrund seiner geregelten Arbeit die ganzen Ehrenämter macht?
    Ich kenne die im Artikel beschriebene Spezies kaum.
    Eine Angestelltenverhältnis setzt ungeahntes Potential frei, denn es gewährleistet ein gewisses (auch wenn es trügerisch sein mag) Sicherheitsgefühl.
    Ich habe gehört, dass selbst Geistliche danach streben und zuerst hat mich das schockiert, doch inzwischen verstehe ich sogar das;-)

  2. Daniel meint:

    Nee, die Geistlichen wollen doch den Beamtenstatus … :-/

  3. Steffen meint:

    Ja, leider könnte man das manchmal wirklich denken.
    Hoffentlich gibt`s das nicht mehr???

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