Bye, bye, Bike

21. November 2007

Wenn schon Mobilmachung, dann richtig: Mittlerweile vermietet die Deutsche Bahn auch Autos…und Fahrräder. »Call a bike« nennt sich der relativ junge Service, der in immer mehr Städten zur Verfügung steht.

»Prima!«, dachte ich mir. Dank niedriger Hemmschwelle (die nur einmalig notwendige Anmeldung ist kostenlos, lediglich 5,00 € Startguthaben muss man finanzieren) wurde ich Kunde. Sah mich schon mit wehendem KSC-Schal zum Wildpark radeln, die Horden der ganz normalen Fans hinter mich lassend…

Pustekuchen. Die Fahrräder der Deutschen Bahn lassen sich nur innerhalb bestimmter Radien verwenden (verstößt man gegen diese Regelung, fallen zusätzliche Kosten an). In Karlsruhe endet der entsprechende Sektor u.a. am Schlosspark. Exakt auf Höhe der letzten Straßenbahnhaltestelle. Wo der Fußmarsch zum Stadion beginnt, ist Schluss. Es sei denn, man behält sein Fahrrad das gesamte Spiel über (und bezahlt entsprechend). Wie praktisch…

Noch ungünstiger ist die Lage in Stuttgart: Dort dürfen Fahrräder nur an eigens ausgezeichneten Stationen zurückgegeben werden. Erklärt sich von selbst, dass das Robert-Bosch-Krankenhaus – das, zugegeben, auf einem größeren Hügel liegt – dabei nicht berücksichtigt wurde.

Trotzdem: Die Idee bleibt super. Als ich neulich (sonntags gegen 9.00 Uhr morgens) 30 Minuten am Karlsruher Hauptbahnhof zu warten hatte, habe ich den Praxis-Test gewagt: Fahrrad suchen, (Münchner) Telefonnummer wählen, Code eintippen – los geht’s! Dumm allerdings, wenn die Kette draußen ist. Und fast noch dümmer, wenn der Code bei Rückgabe nicht mehr akzeptiert wird. Na ja. Die freundliche Mitarbeiterin am Telefon hat mein Konto vor Schlimmerem bewahrt. Und ich bleibe vorerst beim herkömmlichen Personennahverkehr.

 

2 Kommentare zu “Bye, bye, Bike…”

  1. Jona meint:

    In Paris erlebt so was ähnliches grade einen Boom:

    http://fudder.de/artikel/2007/11/22/die-pariser-velorution/

  2. Daniel meint:

    …so was – die Franzosen scheinen uns da voraus zu sein…

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