Berufsbild(er) im Wandel

25. Januar 2009

…und noch eine Lesefrucht aus der aktuellen »ZEIT«, bzw. aus dem zugehörigen »MAGAZIN«. Ist es nur Zufall, dass ich beim Interview mit Jürgen Klinsmann sofort an meine eigene Branche denken musste? Einfach mal statt »Trainer« »Pfarrer« einsetzen (bzw. »Pfarrerin« – in diesem Punkt sind wir schon weiter als die Bundesliga!).

Was unterscheidet die moderne Trainergeneration, zu der Sie neben Jürgen Klopp, Ralf Rangnick und anderen gehören, von der alten Garde der Röbers und Neururers?
– [...] Ich bin der festen Überzeugung, dass das Umfeld und damit das Berufsbild des Trainers sich massiv verändert hat und noch weiter verändern wird. Jeder Trainer muss jetzt Wege finden, mit Dingen klarzukommen, die noch vor zehn Jahren keine Rolle spielten. Dazu gehört, dass die Trainer mit immer mehr ausländischen Spielern zu tun haben, deren Sprache sie, jedenfalls in groben Zügen, lernen sollten. Außerdem müssen wir uns mit zum Teil höchst komplexen Technologien auseinandersetzen, unter anderem denen, die zur Leistungsdiagnostik nötig sind. Jeder Trainer muss sich darüber hinaus sehr intensiv mit den wirtschaftlichen Gegebenheiten seines Klubs befassen. Die Ansprüche an ihn im Umgang mit den – zum Teil neuen – Medien kommen hinzu. Das alles bestimmt den Alltag des Trainers massiv.
Ist der deutsche Fußball auf diese neuen Anforderungen an die Trainer ausreichend vorbereitet?
– Wir müssen Wege finden, den deutschen Fußball wieder international in der Spitze konkurrenzfähig zu machen. Das geht nur über die Trainer und die Trainerausbildung. Ich will es mal so sagen: Da ist noch viel Luft nach oben.

Dieser Beitrag wurde auch bei »PastorBuddy« veröffentlicht.

 

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