Beruf: Pfarrer

25. März 2009

Nicht auf den Klassiker von Karl-Wilhelm Dahm spielt diese Überschrift an, auch nicht auf meine persönliche pastoraltheologische Position. Sondern auf meinen gestrigen Besuch beim Berufsinformations-Abend am Fellbacher Friedrich-Schiller-Gymnasium.

Zwischen Daimler-Scouts mit Anzug und Krawatte, freakigen Elektrotechnik-Experten und quirligen Bibliothekarinnen muss ich auffällig »normal« gewirkt haben. Ich hatte auch weder Hochglanz-Plakatwände noch kostenlose Kugelschreiber mit dabei – dafür jede Menge Kram aus meinem Studien- und Gemeindealltag (klar, dass ich als Letzter mit dem Abbau fertig wurde…).

Ein paar gute Gespräche konnte ich führen. Häufig blieb es aber bei interessiert-heimlichen Blicken aus der zweiten Reihe. Musste oft schmunzeln, weil mich das an meine eigenen Erfahrungen bei einem Berufs-Info-Tag in meiner Tübinger Schule erinnerte. Klar fand ich den Pfarrer-Beruf irgendwie spannend (insgeheim muss ich meinen späteren Weg schon geahnt haben) – aber das so offen zuzugeben, vor meiner Clique… Aber vielleicht war allein meine Präsenz doch eine Ermutigung für manche potenzielle Theologiestudierende. Außerdem bin ich nächstes Frühjahr nochmal mit dabei. Und überhaupt: Wer sagt denn, dass unsere Gemeinden nur »Berufschristen« brauchen?!

 

2 Kommentare zu “Beruf: Pfarrer”

  1. Markus meint:

    Hi Daniel, einige der Daimler-Knechte sind auch in offenem (Business)Hemd und (Stoff)hose gekommen, haben noch etwas Hardware mitgebracht und waren noch langsamer mit dem Abbauen ;-) , weil sie alte FreundInnenschaften pflegten. Sonst noch Fragen?

  2. Daniel meint:

    Hey Markus, na – du hattest ja auch keine Hochglanz-Plakatwand mit dabei…und konntest dafür einen schusseligen Vikar mitnehmen. ;-)

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