Bären-Begegnungen

23. Oktober 2011

Bären essen überwiegend Beeren (bis zu 200.000 Stück am Tag) – und sind keine Raubtiere. Trotzdem sollte man ihnen nicht zu nahe kommen – schon gar nicht, wenn Jungtiere (und dann zwangsläufig auch ihre fürsorglich-aggressiven Mütter) beteiligt sind. Jährlich bezahlen Urlauber den Direkt-Kontakt mit schweren Verletzungen oder gar ihrem Leben. (Bei Schwarzbären hat man angeblich noch relativ gute Chancen, wenn man sich aktiv verteidigt. Bei den wesentlich kräftigeren Grizzlybären bleibt von vornherein nur die Strohhalm-Variante, sich tot zu stellen.) Umgekehrt werden Bären, die allzu sehr mit Menschen vertraut werden, über kurz oder lang zum Sicherheitsrisiko – und dann gezwungenermaßen von den Rangern aus dem Verkehr gezogen.

»Be bear aware!«, heißt es deswegen überall in Westkanada. Was das konkret heißt, wird einem auf zig Informationstafeln und Flyern umfänglich erläutert: Beim Wandern genügend Lärm machen (manche Gegenden dürfen deswegen gleich nur in größeren Gruppen erkundet werden). Auf Campingplätzen Essensreste stets im geschlossenen Auto aufbewahren – und die speziell gesicherten Abfallbehälter verwenden. Vor allem: Die touristische Neugier zügeln – dem Urlaubsland zuliebe.

Unsere beiden Bären-Begegnungen hatten wir deswegen jeweils aus sicherer Entfernung: Zu Beginn des Icefields Parkway, vom Auto aus (wo wir – wie uns später klar beim wurde – höchstens ein, zwei Minuten hätten anhalten dürfen, wenn überhaupt …). Und später vor Ucluelet, südlich vom Pacific Rim National Park, vom Boot aus (das uns vor allem zu den Walen dort brachte).

 

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