Außenwahrnehmung

12. September 2008

Der Artikel ist schon einige Wochen alt – aber jetzt ist er mir wieder in die Finger gekommen: Am 16. Juli 2008 berichtete das »Schwäbische Tagblatt« über die Tübinger Hochschulgruppe »Campus für Christus«. Während der Titel – »Date mit Gott« – recht neutral ausfällt, häufen sich im eigentlichen Text die indirekten Seitenhiebe: Einer der Leiter »würde auch an den Strand von Kalifornien passen.« »Die typischen Gruppenmechanismen wie Ausgrenzung und Hierarchiekämpfe greifen hier nicht – zumindest nicht auf den ersten Blick.« »Die Gruppe ist kein Verein. Hat aber dennoch ihre eigenen Gesetze.«

Früher hätte ich mich vermutlich maßlos geärgert, vielleicht auch den ein oder anderen Leserbrief verfasst – an eine mittelmäßige Tageszeitung, die regelmäßig durch ihre platt-atheistischen Tendenzen besticht.

Zu letzterer Etikettierung stehe ich nach wie vor. Und trotzdem: Christen tun gut daran, solche Kritik ernstzunehmen. Und nicht nur zu fragen, wie es denn nun wirklich ist – sondern wie manche Dinge ankommen, wahrgenommen werden. Ein Satz aus besagtem Artikel sollte da besonders zu denken geben: »Sozial engagiert sich die Gruppe nicht.« Auch das ist offensichtlich unwahr. Wird aber offenbar so wahr-genommen. (Wie das »Tagblatt« über eine fromme Hochschulgemeinde urteilen würde, die sich auffallend sozial engagiert, steht auf einem anderen Blatt – dann wäre vermutlich von Vortäuschung falscher Tatsachen etc. die Rede…)

Hier weiterzukommen – und dabei nicht zu vergessen, dass das Evangelium trotz allem sperrig und provokant bleiben muss…das wird mich wohl die nächsten Jahre über beschäftigen…

 

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