Auferstehung mit Witz

28. April 2012

Um österlichen Humor, der nicht selten als derbe Schadenfreude daherkommt, ging es schon zweimal hier im Blog. Auch das Oster-Evangelium Matthäus 28,1-10 ist eine wahre Fundgrube, zu der ich morgen – am Sonntag »Jubilate« – predige …

  • Da rollt der Engel nicht nur den großen Stein – das Symbol des Todes – vom Grab weg, … sondern setzt sich bei der Gelegenheit auch gleich noch drauf. Damit ist das Siegel, das Pilatus extra hat aufdrücken lassen, wohl endgültig vergessen …
  • Da werden die Wachen am Grab, »als wären sie tot«, – wo in der Erzählung doch eigentlich nur einer tot ist (den die Wachen als solchen bewachen sollten …).
  • Da wollen die Frauen eigentlich nur »nach dem Grab […] sehen«, und nach dem toten gekreuzigten Jesus (nach wem auch sonst?!), – und ihnen wird lapidar mitgeteilt: »Er ist nicht hier.«
  • Da ist Jesus schon länger auferstanden, schon vor dem pompösen Erdbeben, … das eine Art Demonstration nur für die beiden Frauen zu sein scheint.
  • Da werden ausgerechnet Frauen (deren Aussage damals nichts wert war) zu Botinnen des Ostergeschehens, … während die männlichen Jünger sich irgendwo verkrochen haben und alles erst aus zweiter Hand mitbekommen.
  • Da teilt der Engel den Frauen mit, dass sie Jesus (erst) in Galiläa sehen werden. Aber der hält sich gar nicht an diese Ankündigung – und zeigt sich gleich anschließend. Zumindest den beiden Frauen … Der Rest muss tatsächlich erst in den Norden reisen.
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