Anti-Anhängsel

17. November 2012

Die Unterhaltungsmusik, der ich neulich bei einer Veranstaltung lauschte, war zunächst ungewohnt. Aber nach und nach lernte ich sie schätzen. Als Erweiterung meines persönlichen musikalischen Horizonts, aber auch überhaupt. Ein gut eingespieltes Ensemble, souveräne Instrumentalisten, hörenswerter Gesang, – das zeigt schon Wirkung!

… da hätte es die Moderation vor und nach den einzelnen Stücken gar nicht gebraucht. Zumal die nur in Worte fasste, was das Publikum ja selbst wahrnehmen konnte: dass es sich um gute Musik handelte.

Wird in gut einem Monat dasselbe wieder in zig christlichen Kirchen passieren? Wenn ebenso motivierte wie begabte Kinder ein Krippenspiel aufgeführt haben, … damit dann anschließend noch der Herr Pfarrer die Kanzel erklimmt und eine (Kurz-)Predigt hält? Um das Weihnachtsevangelium in Worte zu fassen, … dessen Geschichte doch soeben schon unübertroffen anschaulich erzählt wurde?

 

3 Kommentare zu “Anti-Anhängsel”

  1. Sibylle Luise meint:

    Aber klar doch! Das wird “Church light”, die neue Marke mit hoher Durchschlagkraft! Zuerst einmal werden die Gottesdienst-Zeiten am Sonntag verlegt – wer will denn schon so früh aufstehen, dass es um 10:00 h in die Kirche reicht? 14:30 h – nach dem Mittagessen wäre viel besser.

    Dann wäre es natürlich nötig, bequemere Sitzgelegenheiten in die Kirchen einzubauen. Schöne Entspannungssessel, in denen man die Beine hochlegen kann – das wär’s.

    Ich würde vorschlagen, dass dann noch jeder Sessel ein Schaltpult und Kopfhörer bekommt, so dass man sich die Musik selbst aussuchen kann.

    Die Lesung wird auf die Großleinwand eingespielt und jeden Sonntag von einem anderen Promi serviert. Die Predigt ist nicht länger als fünf Minuten und leicht fassbar. Dazu werden Snacks und Getränke serviert.

    Wäre das nicht die Zukunft? ;)

  2. Daniel meint:

    Spannende Gedanken! Nur den Bezug zum Thema oben verstehe ich noch nicht …

  3. Steffen meint:

    Weniger, aber dafür das Wesentliche, ist manchmal sicher wirklich mehr.
    Vielleicht ist tatsächlich die Reduktion ein Weg, zu den ekelhaften Bräuchen der derzeitigen Konsumismusgesellschaft Alternativen aufzuzeigen?

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