Unberechenbar

10. Februar 2008

Der römische Kaiser Julian »Apostata« mag ein unangenehmer Typ gewesen sein – in den zwei Jahren seiner Regierungszeit (361 – 363) war er fest entschlossen, den römischen Polytheismus wieder zur offiziellen Staatsreligion zu machen… Aber zwei Zitate zeichnen ihn als überaus scharfsichtigen Zeitgenossen – und wecken in mir die Frage, warum wir Christen in unserem Verhalten eigentlich so unglaublich unberechenbar sind…

  • Zähneknirschend-anerkennend heißt es in einem Brief: »Ist es doch eine Schande, wenn von den Juden nicht ein einziger um Unterstützung nachsuchen muß, während die gottlosen Galiläer [gemeint sind die Christen] sogar neben ihren [Armen] auch noch die unsrigen ernähren, die unsrigen aber der Hilfe von unserer Seite offenbar entbehren müssen …«
  • Zugleich kann aber der Historiker Ammianus Marcellinus nüchtern feststellen: »Wusste er [gemeint ist Julian] doch aus eigener Erfahrung, dass kein wildes Tier dermaßen feindselig gegen Menschen ist, wie die meisten Christen einander mit tödlichem Hass verfolgen!«
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    Ein Kommentar zu “Unberechenbar”

    1. Dave meint:

      “…wie die meisten christen einander mit tödlichem hass verfolgen”….tjaja. tödlich ist der hass noch nicht, aber so manch glaubensstreitigkeiten haben dann doch ähnliche tendenzen. leider.

    Deine Meinung?!