Unter dem Kreuz

6. April 2012

Ein lokaler Impuls zur Passions- und Osterzeit. Hoffentlich nicht ganz so heikel wie die Schluss-Szene im »Leben des Brian« …

Einmalig

5. April 2012

Willkommen in der Bahn-Lounge. Und: Willkommen in Deutschland. Die spießig-unökologische Anweisung kommt vom Gesundheitsamt, wie mir die Mitarbeiterin bereitwillig mitteilte …

Wer braucht wen?

4. April 2012

Um das Problem einer einseitigen theologischen Defizitperspektive ging es in letzter Zeit immer mal wieder hier im Blog. Also – konkreter formuliert – um die Frage: Ist christlicher Glaube nur was für Schwache, denen was fehlt?! Und müssen wir wir den Starken, Erfolgreichen deswegen immer erst ein Defizit nachweisen, oder zumindest eine Sehnsucht »nach mehr«? Um ihnen dann mitzuteilen, dass sie Gott brauchen, als Lückenfüller? (Ein Skript, das oft unkommuniziert-unhinterfragt mitläuft und dann um so dominanter ist …)

Auf einen neuen Gedanken hat mich vor einigen Wochen Ulrich Parzany gebracht: Vielleicht geht es gar nicht nur darum, wozu Menschen Gott brauchen, … sondern auch – umgekehrt – darum, wozu Gott die Menschen braucht … Diese Perspektive jedenfalls findet sich in so manch biblischem Lebensbericht:

  • Abraham hat Gott nicht gebraucht. Es ging ihm ganz gut in seiner Heimat. Aber dann braucht Gott Abraham – und trägt ihm auf, in ein neues Land zu ziehen …
  • Mose hat Gott nicht gebraucht. Er hatte sich gerade eingelebt in der Fremde, eine Frau gefunden, einen Job beim Schwiegervater. Aber dann braucht Gott Mose – und beruft ihn am brennenden Dornbusch …
  • Paulus hat Gott nicht gebraucht. Er war erfolgreicher Christenverfolger, auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. Aber dann braucht Gott Paulus, – und es haut ihn vom Gaul …
  • Vielleicht sollten wir also zwei Fragen im Hinterkopf behalten: »Wozu brauchen Menschen Gott?« Und: »Wozu braucht Gott Menschen?«

    Wenn der Name Programm wird …

    3. April 2012

    (… so geschehen heute hier …)

    Gerufen – und geschlagen

    2. April 2012

    Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien an den Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und sobald ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her! Und wenn jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das?, so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her. Und sie gingen hin und fanden das Füllen angebunden an einer Tür draußen am Weg und banden’s los. Und einige, die dort standen, sprachen zu ihnen: Was macht ihr da, dass ihr das Füllen losbindet? Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte, und die ließen’s zu. Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgehauen hatten. Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe! Und Jesus ging hinein nach Jerusalem in den Tempel und er besah ringsum alles, und spät am Abend ging er hinaus nach Betanien mit den Zwölfen. (Markus 11,1-11)

    »Es wird immer schlimmer mit meiner Freundin. Diese depressive Stimmung … Jede Woche bin ich zu Besuch bei ihr, rede mit ihr. Irgendwie habe ich das Gefühl: Das ist jetzt meine Aufgabe … Aber so oft ich auch komme, – nie ist es ihr genug. Nie hört sie auf mit dem Jammern. Sie könnte doch mal dankbar sein, dass sie mich hat. Inzwischen zieht es mich selbst runter. "Lass’ die doch", sagt mein Mann. "Das bringt nichts." Diese klugen Ratschläge haben mir gerade noch gefehlt …«

    »Ich musste einfach was sagen. Neulich, auf dem Schulhof. Alle haben sie rumgehackt auf dem Fünftklässler – und sein Sportzeug ausgeleert. Er hat schon geweint, glaube ich. "Hört auf damit!", habe ich gerufen. Es kam ganz von selbst aus meinem Mund. Und was hat man davon? Plötzlich haben die mich angemacht. "Bist wohl verknallt in den Kleinen, was?!" In der nächsten Pause hat mir einer ein Bein gestellt. Und zwei von meinen Freundinnen ignorieren mich.«

    »Es war doch an der Zeit, dass mal jemand den Mund aufmacht. Es kann nicht sein, wie unser Chef die Praktikantinnen behandelt. Wer soll da was sagen, wenn nicht ich?! Beim Mittagessen hab’ ich ihn offen zur Rede gestellt. Er hat nur verächtlich geguckt. "Wie war das nochmal mit Ihrer Beförderung?", hat er gefragt. Vom Rest der Abteilung kann ich nichts erwarten. Die machen es alle gleich. Nach oben buckeln, nach unten treten. Bald bin ich wohl unten.«

    Gott der Herr hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. Gott der Herr hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Aber Gott der Herr hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht wie einen Kieselstein; denn ich weiß, dass ich nicht zuschanden werde. Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer will mein Recht anfechten? Der komme her zu mir! Siehe, Gott der Herr hilft mir; wer will mich verdammen? Siehe, sie alle werden wie Kleider zerfallen, die die Motten fressen.

    Auszüge aus einer Predigt, gehalten am 1. April 2012 (Palmsonntag) in der Oswaldkirche Stuttgart-Weilimdorf und in der Stephanuskirche Stuttgart-Giebel.

    Regelmäßig?

    2. April 2012

    … Mausklick vergrößert.

    Unverhältnismäßig

    31. März 2012

    Als Volumen für den Euro-Rettungsschirm sind bis zu einer Billion Euro im Gespräch.

    Während der Finanzkrise wurden Banken für über 30 Milliarden wieder flott gemacht.

    Für die Sanierung der Automarke Opel warf die Regierung staatliche Bürgschaften in Höhe von 4,5 Milliarden Euro ins Rennen.

    Die Transfergesellschaft für die insolvente Schlecker-Drogeriemarktkette hätte einen Kredit in Höhe von 70 Millionen (Millionen!) Euro benötigt. Hätte. Denn dafür gibt’s kein Geld. Armes Deutschland.

    Vorab-Engpass

    30. März 2012

    Die Deutsche Bahn will schon mal testen, wie es sich mit weniger Bahnsteigen so fährt im Stuttgarter Hauptbahnhof, … hat bereits beim Abriss des Südflügels kurz entschlossen einen internen Stress-Test initiiert … und die Gleise 16 und 15 lahmlegen lassen, durch Demolierung von deren Deckenkonstruktion …

    Frühes Bekenntnis

    30. März 2012

    In der Aufregung ist es mir gar nicht aufgefallen. Ausgerechnet mein Bruder (Hansa-Rostock-Fan!) musste mich darauf aufmerksam machen. Dabei ist es doch kaum zu übersehen …

    Kleines, bald musst du sehr tapfer sein, fürchte ich …

    Erleichterung?

    29. März 2012

    … Mausklick vergrößert.

    (… gefunden auf einem öffentlich aushängenden Plakat, nicht in einer persönlichen Einladung …)