Konsequent
5. Januar 2012Mein biographischer Ersteindruck war durchweg positiv: »Ja oder Nein« mit Joachim Fuchsberger – und ihr als Rateteam-Mitglied – war von 1990 bis 1994 eine der wenigen Quizsendungen, die wir mit drei Programmen sehen konnten …
Grundsätzlich darf man Alice Schwarzer natürlich finden, wie mann will. Eins wird man ihr aber beim besten Willen nicht vorwerfen können: Inkonsequenz. Das zumindest ist mein Eindruck nach der Lektüre ihres knapp 500 Seiten starken »Lebenslauf[s]«. Was ich überzeugend finde: Auch mir fremde Meinungen werden so stringent begründet, dass sie nachvollziehbar werden für mich, auch in ihrer jeweiligen historischen Entstehung. Und: Schwarzer, die mehrmals explizit festhält, dass sich ihre Positionen nicht einfach mit denen einer allgemeinen »linken Szene« decken, hält ihre Prinzipien dann tatsächlich auch mal gegen den Trend fest: Mit derselben Konsequenz, mit der sie für das Recht auf Abtreibung kämpft (was ich selbst – auch im Blick auf die Verhältnisse in Deutschland vor 40 Jahren – nachvollziehen kann, aber in der Gesamtsicht trotzdem sehr kritisch sehe), prangert sie dann auch die Prostitution an (als Verknüpfung von Sex, Erniedrigung und Gewalt), … die so manch klassisch-»liberaler« Abtreibungsbefürworter auch mal schnell zur »Freiheit« des Menschen rechnet …

















Unvollständig:
Erkalteter Stern:
Fruchtbare Wüste: