Rüstig

19. Februar 2010

…die Profi-Sportler werden halt immer älter!

(Gestern gefunden im »Schwäbischen Tagblatt«.)

Nur Liebe?

18. Februar 2010

Ja – ich ahne, worauf die Björn Steiger Stiftung hinauswill. Und sooo schlecht ist der Slogan ja gar nicht. Aber trotzdem: »Nur Liebe«?

Mal wieder das klassische Missverständnis: Für Liebe kann man sich nix kaufen. Dabei gilt doch genau das Gegenteil: Liebe (so sie diesen Namen verdient) wird immer auch zur Tat. Und bringt zum Beispiel das Geld auf für neue Baby-Notarztwagen (wie im hier gezeigten Fall).

 
 
 
 
 
 

Prediger-Vorbild tot

15. Februar 2010

Kaum ist man raus aus dem akademischen Betrieb, ist an informationstechnisch hinterher. Erst jetzt habe ich erfahren: Am 1. Februar ist Rudolf Bohren gestorben. Christian Möller hat für die Heidelberger Theologische Fakultät einen Nachruf verfasst.

In ein paar Wochen sollte eigentlich ein Symposion zu seinem 90. Geburtstag stattfinden. Der Ökumenische Verein zur Förderung der Predigt e.V. hatte in der Einladung passenderweise folgendermaßen formuliert:

Rudolf Bohren wird, so Gott will, am 22. März 2010 seinen 90. Geburtstag feiern.

Für mich ein Moment zum Innehalten. Eben habe ich wieder in Bohrens »Predigtlehre« geschmökert. Schon die ersten Sätze packen mich:

Vier Dinge tue ich leidenschaftlich gern: das Aquarellmalen, das Skilaufen, das Bäumefällen und das Predigen. Eine Leidenschaft empfindet man als schön, beglückend, sie eröffnet Seligkeit: ein weißes Blatt, ein Pinsel und Farben, Farben vor allem, eine neue Welt entsteht, und man ist dabei. – Ein Steilhang, Pulverschnee. Von den Brettern getragen scheint man die Schwerkraft zu verlieren, man fährt und fährt, Herr über Raum und Zeit, frei von aller Erde und doch mitten drin, stiebend im Schnee. – Ein stolzer Baum, Widerstand leistend, ein kleiner Schlachtplan wird erforderlich, ihn anzugehen, List und dann vor allem Zähigkeit; denn der Bursche kann sich wehren, es wird Augenblicke geben, wo er unbesieglich scheint, bis sein Stolz krachend niedergeht. – Das Malen, Skilaufen, Bäumefällen meine Leidenschaft – auch das Predigen.

Live bin ich Rudolf Bohren übrigens nie begegnet. Aber im Dezember 2004 habe ich einen Freund eine Heidelberger Gastvorlesung von ihm mitschneiden lassen. Auch das ein Erlebnis, trotz mäßiger Bild- und Tonqualität.

Luxusvilla verlost

14. Februar 2010

Karl Rabeder macht Schluss. Nach 15 Jahren als Millionär trennt er sich von seinem Besitz – und lebt künftig von 1.000 Euro im Monat. In der aktuellen »chrismon«-Ausgabe erzählt er, warum.

Pikant: Seine Tiroler Luxusvilla – Wert: 1,5 Millionen – verlost Rabeder. Ein Los kostet knapp 100 Euro. Der Erlös kommt einer Minikredit-Organisation zu Gute. Na, wer von euch macht mit?

Schlecht gewählt

12. Februar 2010

Folgendes Bild präsentierte ich meinen Drittklässler(inne)n neulich im Unterricht (als sogenannten »Stummen Impuls«):

Im Hintergrund steht Psalm 139 (»Von allen Seiten umgibst du mich …«) – und es sollte der Einstieg ins Thema »Geborgenheits-Psalmen« sein.

Nach den folgenden spontanen Kommentaren gestaltete es sich allerdings einigermaßen schwierig, noch zum gewünschten Thema zu gelangen:

Das ist Jesus, den sie in einen Brunnen geworfen haben.

Der ist im Gefängnis.

Ich habe da ein blödes Gefühl.

Tja. Blöd gelaufen, würde ich sagen. Fehlte nur noch die Vermutung, der Typ würde da drinnen verbrennen…

Frustrierend finster

11. Februar 2010

Leider die Erfahrung vieler Gremiensitzungen:

Wir tagen und tagen, und es wird nicht heller.

Gelungene Plakatwerbung

9. Februar 2010

…da dürfte doch jede(r) Verständnis haben für die Unannehmlichkeiten, die der Bau des neuen Korntaler Gemeindehauses mit sich bringt:

Standard-Präsent

8. Februar 2010

Na gut – diese Zeilen schreibt ein Nicht-Weintrinker. Aber vielleicht finde ich trotzdem Gehör?

Warum um alles in der Welt bekommen (so gut wie) alle Gäste, Referent(inn)en, Grußwort-Redner(innen), … in (so gut wie) allen Kirchengemeinden, Kommunen, Vereinsveranstaltungen, … (so gut wie) immer ein und dasselbe Geschenk…nämlich Wein? In allen Variationen, zugegeben, in allen lokalen Varianten. Aber es ist eben immer dasselbe… So bunt und originell Flasche oder Verpackung aussehen möchten: Ist das Standard-Präsent Wein nicht geradezu die Manifestation von Langeweile und fehlender Kreativität?

Trotz dieser harschen Kritik: Keine Sorge. Wein, der mir geschenkt wird, findet jedenfalls in meiner Frau eine dankbare Abnehmerin. :-) (Weiterverschenkt wird er in der Regel nicht…)

Leben nach der Geburt?

6. Februar 2010

Relativ bekannt, der folgende Dialog…aber immer wieder lesenswert! (Zu hören war er auch bei unserem zweiten Emmaus-Abend.)

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

»Sag’ mal, glaubst du an ein Leben nach der Geburt?«

»Ja, natürlich, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was da draußen kommen wird.«

»Ich glaube, das ist Blödsinn! Es kann kein Leben nach der Geburt geben — wie sollte das denn bitteschön aussehen?«

»So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?«

»So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Wozu auch? Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.«

»Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.«

»Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von ‚nach der Geburt‘. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punkt. Aus.«

»Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden, und sie wird für uns sorgen.«

»Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?«

»Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!«

»Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht. Ich glaube nur, was ich sehe.«

»Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt…«

Die Bahn kommt

4. Februar 2010

Wann die Bahn kommt, ist dann und wann ungewiss. Auch das Jahrhundertprojekt »Stuttgart 21« hinkt seinem Zeitplan von Anfang an hinterher. Aber jetzt kommt die Sache in Fahrt. Und immerhin die Öffentlichkeitsarbeit kann sich sehen lassen. Die Internetseite »Das neue Herz Europas« wartet gleich auf der Startseite mit einem echten Highlight auf. Spontan fühlt man sich wie bei James Bond, finde ich…