Mittelalterliches Menschenbild
9. September 2009
Ein wasch-echter Skandal: Im Stuttgart-Untertürkheimer Inselbad wird die unfehlbare moderne Wissenschaft mit Füßen getreten! Unter Verschwendung steuerlicher Gelder und ehrenamtlicher Kräfte hat man das Projekt »Schwimmen nur für Frauen« begonnen. Mittwochs müssen Männer draußen bleiben. Die Armen! Als ob der Unterschied zwischen den Geschlechtern heute, im ach so tollen Zeitalter von Gender Mainstreamingnoch irgendeinen reellen Unterschied macht! Unerklärlich ist nur die hohe, Kultur übergreifende Resonanz. Und jetzt, wo die öffentliche Förderung nach wenigen Monaten ausläuft, machen sich ausgerechnet die Grünen für eine Fortführung stark…

9. September 2009 um 12.56 Uhr
Es stellt sich die Frage, wie die Geschlechterfrage gelöst wird. Man wird ja wohl nicht rein nach dem Äußerlichen gehen wollen, oder?
10. September 2009 um 15.19 Uhr
…ging es dabei nicht darum, dass es verboten ist mit kleidung oder burka ins wasser zu gehen, wenn man an unsere muselfrauen denkt? - das würde die unterstützung der grünen mit unserem nächsten bundeskanzler özdemir wieder gut entsprechen. und “(unter)türkheim” sagt ja schon viel aus ;-). und auf deutsche wird im ausland ja schließlich auch rücksicht genommen… mmh…
10. September 2009 um 17.26 Uhr
Eben (und jetzt im Ernst!): Die Sache ist doch wirklich ein gutes Beispiel für Integration. “Untertürkheim” kommt übrigens vom germanischen Namen “Doringo” (irgendein Herzog oder so) – weiß ich auch noch nicht so lange…
14. September 2009 um 13.20 Uhr
…auf der anderen seite, wenn ich heute in den “münchen”-teil der “sz” (online) schaue und von “k.o.”-tropfen im wodka-tonic lese, um sich die dame gefügig zu machen…kann ich dem nur zuprosten, frauentage einzurichten. oder frauenfitnessstudios, damit man sich als frau nicht wie wild unter jägern bewegt. man sollte es natürlich (auch wenn es nicht so aussieht) nicht unter dem deckmantel der muselfreundlichkeit oder (wonach es eher aussieht) einem erweiterten angebot verstecken, sondern wirklich der gewalt in unserer gesellschaft (in welcher form auch immer) ins auge schauen - nicht nur durch kameras auf öffentlichen plätzen oder indem sie hier mitlesen, herr schäuble.
14. September 2009 um 20.09 Uhr
@ Martin: Unter (Gottes!) »Menschenfreundlichkeit« verstehe ich auch »Muselfreundlichkeit«…auch wenn ich den Begriff abwertend, also ungeeignet finde. Das muss ja nicht heißen, dass man inhaltliche Meinungsverschiedenheiten unter den Tisch kehrt.