Internes Fußballspiel
27. September 2009Ein zweiwöchiger, intensiver und interessanter Seelsorge-Kurs liegt hinter mir. Ein Impuls hat mich besonders beeindruckt. Mein Tipp: Es liegt an der eindrücklichen Fußball-Metaphorik.
»Es wohnen zwei Seelen in meiner Brust.« »Ich muss mit mir zu Rate gehen.« »Ich bin uneins mit mir.« »Ich fühle mich hin- und hergerissen.« Redewendungen dieser Art erlauben die These, dass jeder Mensch – also andere Menschen, aber auch ich selbst – eine Art »Inneres Team« darstellt, aus verschiedenen »Spielern« besteht, die unterschiedliche Positionen einnehmen und sich mit verschiedenen »Stimmen« zu Wort melden.
Natürlich hat dieses Modell diverse theoretische Hintergründe. Einleuchtend finde ich es aber vor allem deswegen, weil es sich mit der praktischen Erfahrung deckt…und zum Beispiel die folgenden konkreten Situationen (einigermaßen) verständlich macht:





Das alles passt in meinen Augen auch gut zu Römer 7, wo Paulus das Spannungsfeld des Menschen zwischen Gott und Sünde, dem Guten und dem Bösen beschreibt. Wir sind nie vollkommen ausgeglichen – und nie vollkommen frei. Entscheidend ist es, als Team dem richtigen Trainer zu gehören.
