![]() |
Warum man auf Windows verzichten kann... |
|
|
WindowsÜber 90 % aller deutschen Haushalte benutzen heute den Microsoft-PC mit Windows, Word & Co. Soooo viele können sich doch nicht irren - oder?Von einem modernen, innovativen Betriebssystem erwarte ich persönlich drei Dinge: Erstens Stabilität, zweitens Effizienz und drittens Benutzerfreundlichkeit. Keinen dieser Standards kann Windows erfüllen. 1. Windows - stabil? Von wegen. Gründe für den legendären »Bluescreen« gibt es genügend: Anschließen des »falschen« Scanners (siehe Präsentation von Windows 98 mit Bill Gates!), Entnehmen der CD, ohne vorher das zugehörige Fenster zu schließen...oder einfach nur Eingabe eines »ungültigen Befehls« (was immer das sein soll) - Windows nutzt jede günstige Gelegenheit, um den Benutzer im Stich zu lassen. Und das kostet nicht zur Zeit und Nerven, sondern häufig auch wertvolle Daten. |
| Zudem wird das Booten nach einem Absturz zur langwierigen Prozedur: Mit der bitter-ironischen Meldung »Windows wurde nicht richtig beendet« meldet sich ScanDisk (ein ziemlich unnötiges Tool im vorsintflutlichen DOS-Design), um die Festplatte auf Fehler zu überprüfen. Ganz so, als sei dies der Normalfall... Wer nach dem erneuten Hochfahren lediglich ein Icon-Chaos vorfindet, hat Glück gehabt. Nicht selten kommt es zum Super-GAU - nichts geht mehr. Aber kein Problem: Schließlich liegt ja heutzutage jedem PC die sogenannte »Recovery-CD« bei, mit deren Hilfe man die wichtigsten Systemdateien im Handumdrehen wieder rekonstruieren kann. Dass die verschiedenen Dateien, die man sich im Laufe des letzten Jahres so angelegt hat, leider trotzdem verloren sind, ist ja sekundär - Hauptsache, das System ist gerettet! Da stellt sich die Frage, ob sich Microsoft nicht lieber um ein wirklich stabiles System bemühen sollte, anstatt den Benutzern erst nach dem großen Knall unter die Arme zu greifen. |
![]()
|
|
Strengstens verboten ist es auch, Programmdateien einfach in einen anderen Ordner zu verschieben. Nein - zuerst
muss man das Programm deinstallieren und dann am gewünschten Ziel wieder installieren. Also wie
im Kindergarten - und umständlich noch dazu. Hier ein Windows-Originalzitat zu genau diesem Thema: »Windowsprogramme werden bei der Installation nicht nur auf die Festplatte kopiert, es werden durch das Setup auch Veränderungen an Betriebssystemdateien durchgeführt. Das Setup-Programm erstellt in fast allen Fällen zusätzlich einen Eintrag im Startmenü. Diese Veränderungen lassen sich nur durch eine Deinstallation rückgängig machen. Moderne Windows-Anwendungen lasen sich über die Systemsteuerung von Windows oder mittels eines beigefügten Deinstallationsprograms wieder von Ihrem Computer entfernen. Achtung: Löschen Sie nicht das Programmverzeichnis, bevor Sie das Programm in der Systemsteuerung deinstalliert haben. Eine Deinstallation ist dann nicht mehr möglich. In diesem Falle installieren Sie das Programm erneut im selben Ordner und starten dann die Deinstallation wie oben beschrieben.« Dabei wurde das Dateien- und Ordner-System erfunden, um a) Ordnung zu halten und b) inhaltliche Strukturen schnell verändern zu können (so wie es bei einem großen Schrank mit vielen Schubladen der Fall ist). |
|
Windows ist wie... |
|
Anstatt neue Windows-Versionen komplett zu überarbeiten, werden die bekannt gewordenen Fehler notdürftig geflickt. Das Ganze
wird um ein paar unnötige Funktionen sowie noch kitschigere Icons erweitert, mit einem peppigen Namen versehen (z.B. »xp« -
übrigens dem Betriebssystem »OS X« von Apple nachempfunden)...und fertig ist das neue Windows, das natürlich »viel
besser« als das alte ist. Klar, dass bei solchen Vorgehensweisen nicht nur der Quelltext (da blicken selbst die Entwickler nicht mehr
durch), sondern auch die Stabilität abnimmt. Aber kein Problem - im nächsten Update kann man ja nachbessern...! 2. Windows - effizient? |
|
Hast du dir auch schon mal die Frage gestellt, warum die einfachsten Aktionen wie Kopieren, Formatieren oder Defragmentieren
unter Windows immer noch so lange dauern wie vor fünf Jahren...obwohl die Hardware doch viel leistungsfähiger geworden
ist? (Die hübschen Animationen während der Wartezeiten mögen flüssiger geworden sein, aber sonst...? ;-)) Die Antwort ist einfach: Dem plumpen Microsoft-Betriebssystem gelingt es, auch den schnellsten Prozessor zur Schnecke zu machen. Hier muss wieder auf den umständlichen Quelltext verwiesen werden: Je mehr Informationen verarbeitet werden müssen, desto langsamer läuft ein Programm, ganz einfach. |
|
|
Windows ist wie... |
|
Von dieser »Taktik« lebt natürlich die Hardware-Industrie: Denn je stärker Windows bremst, desto leistungsfähiger
müssen die Computer werden, um die Geschwindigkeit zu halten. Und Otto Normalverbraucher, der seinen Computer lediglich für
Textverarbeitung und Internet nutzt, bräuchte eigentlich keinen 2-GHz-Prozessor...wenn da nicht Windows wäre. Und obwohl die aktuelle Windows-Version jetzt endlich (!) auf den alten DOS-Kern verzichtet...zu alten Versionen ergeben sich erbärmlich viele Parallelen... Das peinlichste Feature ist und bleibt der »Start«-Button - als ob man darüber nur Programme starten würde... 3. Windows - benutzerfreundlich? Der Hauptgrund, warum das Microsoft-System gerade für Computer-Einsteiger extrem ungeeignet ist, ist die Tatsache, dass viele Vorgänge für den Benutzer nicht nachvollziehbar sind und deswegen ein zügiges Arbeiten verhindern. Das beginnt schon mit der Dateistruktur: Unter Windows ist es immer wieder amüsant, mal einen genaueren Blick auf die Festplatte zu werfen: Da findet man Objekte mit Namen wie »xoblu16.dll«, »~stt1a7d.tmp« oder auch mal »56&_%dfe)sl&wo/3.zln«. (Wenn du Windows benutzt und so was trotzdem noch nie gesehen hast, kannst du hier klicken und mal überprüfen, was auf deiner Festplatte so alles drauf ist...) Weder erinnert man sich daran, diese Dateien irgendwann einmal an dieser Stelle abgelegt zu haben, noch ist man in der Lage, zu erahnen, was diese Dateien eigentlich bezwecken. Doch wehe, man kommt auf den frevelhaften Gedanken, die unbekannten Daten zu löschen, um den Speicherplatz freizugeben: Das kann nämlich böse Folgen haben (und unter Umständen ist mal wieder der legendäre Befehl »Format C:« gefragt). Man ist also wohl oder übel gezwungen, das Chaos auf der Festplatte beizubehalten. Beim täglichen Arbeiten ergibt sich immer wieder das Problem: Windows reagiert nicht so, wie es der gesunde Menschenverstand erwarten würde. Klar - in den meisten Fällen handelt es sich um Kleinigkeiten. Aber die Menge macht nun mal das Gift. Hier ein paar Fragen, deren Beantwortung Microsoft schuldig bleibt:
|
|
...hier würde ich mir die Frage stellen, ob mich mein Betriebssystem für
dumm verkaufen will. (Als ob es nicht genug schwachsinnige Anweisungen geben würde...) |
| ...und noch rasch ein Wort zum Windows-Design: Die Icons (ob klein oder groß) sind und bleiben hässlich. Das gilt auch für den »Start«-Button unter Windows XP. Darüber wirkt das Gesamtbild nach wie vor sehr eckig - trotz der vielen runden Knöpfe, die es mittlerweile gibt. |
|
Was wäre eigentlich, wenn Microsoft Autos entwickeln würde?
(Autor: Die Firma »General Motors« in einer Pressemitteilung...) |
|
Würde dir Autofahren dann noch Spaß machen? Mir nicht! Um es nochmal zusammenzufassen: Windows ist weder stabil noch effizient noch benutzerfreundlich. Sinnvolles Arbeiten bleibt somit auf der Strecke. Das eigentlich Kuriose an der ganzen Geschichte ist aber die Tatsache, dass die vielen Windows-Unzulänglichkeiten der Mehrheit der Computerbenutzer nicht etwa unbekannt sind - schließlich hat so gut wie jeder schon genug eigene Erfahrungen gemacht... Und beim Mittagessen in der Kantine tauscht man sich über die aktuellen Treiber-Probleme aus. Doch anstatt daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen und das System zu wechseln, kommt man schnell zu Äußerungen wie »Computer sind halt so...« oder »Irgendwann kommt sicher mal ein besseres Windows...«. Und man versucht, mit möglichst wenig Pannen über die Runden zu kommen. Eigentlich auch kein Wunder, denn zahlreiche Computerzeitschriften machen heute einen Großteil ihres Geldes mit ihrem - angeblich so fachmännischen - Windows-Support. Doch - man stelle sich einmal eine Welt vor, in der die Titel-Schlagzeilen der Auto-Magazine plötzlich lauteten:
Die einzige vernünftige Reaktion wäre es, die Marke zu wechseln. Kaum einer wäre so dumm, weiterhin einen Golf zu fahren und darauf zu vertrauen, dass man mit genügend Support einigermaßen zurechtkommt. Genau das ist jedoch im Computer-Sektor der Fall. Anders als im Auto-Sektor sind die User nämlich nicht ausreichend über mögliche Alternativen informiert. Manche wissen zwar, dass es da wohl noch andere Möglichkeiten neben Windows gibt - aber die sind ja sowieso nur etwas für verrückte Freaks - und außerdem gibt es ja auch keine richtigen Programme für diese Alternativ-Systeme... Stammtisch-Parolen, die man übernimmt, ohne richtig darüber nachzudenken. |
|
|
|
|
|
Aber da es nichts bringen würde, nur zu kritisieren, kommt jetzt der positive Teil dieser Seite: Es gibt sie noch - Betriebssysteme, die sich den Erwartungen des Benutzers anpassen...und nicht nicht das Umgekehrte verlangen. Intelligent und platzsparend programmierte Software, gewinnbringende Konfigurationsmöglichkeiten und Desktops, mit denen das Arbeiten Freude macht: Das sind Schlagworte, die erst bei einem Verzicht auf den Windows-Wahnsinn zu neuer Bedeutung kommen. |
Alternative 1: AtariAtari? Ich dachte, den gibt´s gar nicht mehr...«Halb richtig. Stimmt - die Firma, die diesen Rechner früher entwickelt und hergestellt hat, existiert schon seit einigen Jahren nicht mehr. Ärgerliche Fehler im Marketing sorgten für den finanziellen Ruin. Das Software-Angebot ist aber nach wie vor gut - einige Unternehmen sowie zahlreiche Privat-Programmierer (ein Großteil davon in Deutschland!) setzen sich weiterhin dafür ein, dem alten Slogan »Power without the Price« gerecht zu werden. Ein besonderes Highlight ist dabei das moderne Betriebssystem »MagiC«, das sich auch auf anderen Hardware-Plattformen emulieren lässt. |
| Bis Februar 2003 war ich stolzer Benutzer eines Atari Falcon 030 (Baujahr 1992!). Trotz seiner »altmodischen« Ausstattung (16 MHz Taktfrequenz, 14 MB RAM usw.!) hat mich dieser Rechner viele Jahre lang bei meinen täglichen Aufgaben unterstützt: Texte bearbeiten, emails schreiben, Homepage-Basteleien, ...alles kein Problem! |
|
Dementsprechend schwer ist es mir natürlich gefallen, auf ein neues System umzusteigen. Trotzdem hab´ ich
es gemacht - in erster Linie aus zwei Gründen:
...und weil Windows (aus verständlichen Gründen ;-)) nicht in Frage kam, hab´ ich mich für den Apple Macintosh entschieden - die Plattform, die dem Atari-System eindeutig am nächsten kommt. Nach mittlerweile mehr als einem halben Jahr bin ich mehr als zufrieden. Deswegen...: |
Alternative 2: Apple MacintoshMein Rechner ist das »iBook« - ein geniales Notebook, das trotz seines geringen Gewichts (2,3 kg) kaum einen Wunsch offen lässt. Klar, dass auch technische Verarbeitung und Design jeden Windows-Laptop abhängen... |
|
|
|
Zum Seitenanfang |
![]() |
|
Letzte Änderung: 21. September 2005
|