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Gott - gibt´s den überhaupt?


 
Pfeil Tja - wie kann man denn als aufgeklärter, vernünftiger Mensch zu Beginn des dritten Jahrtausends noch an Gott glauben...? »Haben wir das in unserer Fortschrittswelt überhaupt noch nötig? Ich glaube schon.
 
Zum einen haben wir lang nicht so viel im Griff, wie oft behauptet wird. »11. September«, »Erfurt« - diese Stichworte reichen eigentlich schon. Und es ist geradezu seltsam, dass sich in einer Gesellschaft, die doch auf Gott verzichten kann, mit Esoterik, New Age, Horoskopen und ähnlichem Nonsens die besten Geschäfte machen lassen. Es ist ziemlich unglaublich, woran die Menschen glauben, wenn sie nicht mehr an Gott glauben... Deswegen haben wir Gott nach wie vor bitter nötig.
 
»Aber ich glaube nur das, was ich sehe...!«
 
...ein beliebter Spruch. Aber lies dir mal diese kleine Geschichte durch:
 
Mehrere Menschen warten an einer Bushaltestelle. Als der Bus kommt, steigen alle zügig ein - bis auf den etwas seltsamen Typ mit dem Hammer. Der läuft um das Fahrzeug herum und klopft sorgfältig gegen die Räder: »Ich glaube nur, was ich sehe!«. Als er einsteigt, verlangt er den Führerschein des Fahrers: »Ich glaube nur, was ich sehe!«...
 
Merkst du, wo der Haken ist? Ganz ohne Glauben und Vertrauen geht es in unserem Leben nicht. Und das gilt auch für die Gottesfrage.
 
Hinzu kommt, dass wir ohnehin nicht in der Lage sind, alles zu beweisen. Jede wissenschaftliche Beweisführung, sei sie noch so überzeugend, beruht im Endeffekt auf menschlicher Intelligenz. Allein schon aus diesem Grund wird keine Wissenschaft jemals in der Lage sein, alle Fragen zu lösen. Man muss nur einmal an die Weltraumforschung denken: Man wird niemals eine Vorstellung davon haben, wie das Universum in seiner Gesamtheit aussieht. Mit menschlichen Mitteln ist dies völlig unmöglich. Deshalb: Zu meinen, etwas, was die Wissenschaft nicht erforschen kann, existiere deshalb auch nicht, ist nichts anderes als ein mangelnder Sinn für die Realität.

»[...], jeder Triumph des Wissens schließt hundert Bekenntnisse des Nichtwissens in sich.«
 
Isaac Newton

Noch eine kurze Anekdote zum Thema:
 
Ein berühmter Chirurg und ein genauso berühmter Astronaut begegneten sich. Der Astronaut sagte: »Du - mir ist endgültig klargeworden, dass es keinen Gott geben kann: Während meines Aufenthalts im Weltall habe ich ihn nicht gesehen!« Daraufhin der Chirurg: »Ich habe schon viele Menschen am Gehirn operiert. Aber noch nie habe ich nur einen einzigen Gedanken gesehen.«
Satellitenaufnahme der Erde Und auf der anderen Seite gibt es durchaus Hinweise für die Existenz Gottes.
Nehmen wir zum Beispiel mal das Universum - und ganz speziell unseren Planeten, die Erde. Dass hier Leben entstanden ist - und dazu noch auf so geniale Art und Weise - das wäre alleine durch Zufall, durch irgendwelche willkürlichen Aussortierungsprozesse der Natur, wohl kaum möglich gewesen. Allein die Chance dafür, dass zufällig ein Planet entsteht, der überhaupt biologisches Leben ermöglicht, liegt - vorsichtig geschätzt - bei 1 zu 10 hoch 68 (= 100 Billionen Trillionen Trillionen Trillionen).
 
Das wäre wirklich großer Zufall...!

»Die spontane Entstehung einer Zelle [die Voraussetzung für Leben!] ist nicht wahrscheinlicher als der zufällige Zusammenbau eines Jumbojets auf einem Schrottplatz, wenn ein Wirbelwind darüber hinwegfegt.«
 
Fred Hoyle
(Physiker, Zeitgenosse von Albert Einstein)

 

»Es ist absurd und unsinnig zu glauben, dass eine lebendige Zelle von selbst entsteht; aber dennoch glaube ich es, denn ich kann es mir nicht anders vorstellen.«
 
Ernest Kahane
(Biochemiker)

Um es nochmal ganz klar zu sagen: Richtige »Beweise« für Gott gibt es natürlich nicht. Aber es gibt meiner Meinung nach durchaus Hinweise auf ihn.
 
Dass man mit solchen Überlegungen noch nicht beim spezifisch christlichen Gottesbild ist, sei am Rande erwähnt.
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