Hilfe II
11. Juli 2007
Es gibt sie immer noch. Und sie sind gefährlicher denn je. Gemeint sind die Fundamentalisten. Bzw. Evangelikale. Eben »Hardliner des Herrn«. So formuliert es die ARD-Dokumentation, die vorhin lief.
Tja. Was soll man sagen? Am Schluss wurde es überraschend differenziert. Da wurde eingeräumt, dass sich z.B. sogar EKD-Ratsvorsitzender Wolfgang Huber in evangelikalen Kreisen wohlfühlt. (Was implizit als kleine Sensation rüberkam.) Oder dass die protestantischen Landeskirchen ganz unterschiedliche Regelungen kennen, was den Umgang mit geschiedenen Pfarrern angeht.
Insgesamt – und im Blick auf das herkömmliche Mittwoch-Abend-Publikum – wird man trotzdem einen ebenso peinlichen wie erschreckenden Einheitsbrei konstatieren müssen. Ob die Gemeinde »Hessenhöfe« bei Blaubeuren oder idea, ob der Stuttgarter »Jugo« oder radikale Schulverweigerer – alle eine Gefahr für Aufklärung, Demokratie und Freiheit. Äh…ja. Nur komisch, dass das Bengelhaus nicht porträtiert wurde. Da soll es so manchen Nachwuchs-Fundi geben. ![]()

12. Juli 2007 um 01.14 Uhr
…ach ja - hier noch der Link zur Sendung:
http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,x06wq3j3jo4lkc97~cm.asp
12. Juli 2007 um 08.38 Uhr
Da muss ich dir recht geben, das war wirklich furchtbar undifferenziert.
Am erstaunlichsten fand ich herausfinden zu müssen, dass ICH eigentlich zu den Fundis gehöre. Sonntags gehen sie in den Gottesdienst und mittwochs treffen sie sich zum Hauskreis, wurde da über eine freikirchliche Gemeinde berichtet. *grübel* ja, sonntags finden Gottesdienste statt, bei denen ich anzutreffen bin. Ja, mittwochs, ähm, ja da habe ich Hauskreis.
Und da wären ja noch die Jugend verwirrenden und fundamentalisierenden Lieder wie sie im JuGo in Stuttgart gesungen werden. Mit Erschrecken musste ich feststellen: dieses Lied kenne ich und schlimmer, ich singe es manchmal auch!
Doch was mich so wirklich aufgeregt hat, war die Vermischung von unreflektierten Aussagen und den Bildern dazu. Mir wurde bis zum SChluss der Sendung nicht klar, warum zwischendurch immer wieder die Bibel verbrannt wurde. Vielleicht hat es ja jemand anderes verstanden und kann mir das erklären.
Doch man soll ja nicht immer nur das Schlechte nennen: Mir ist mal wieder aufgegangen, was für abstruse Argumentationen manche Leute gebrauchen um ihre Position zu rechtfertigen, z.B. wenn es um Schule geht.
Nun gut, soweit habe ich meinem ersten Ärger mal Luft gemacht. Beim Frühstück gerade eben war dieser Beitrag auch schon Gesprächsstoff…
12. Juli 2007 um 11.11 Uhr
…stimmt - das Stift habe ich ganz vergessen…
14. Juli 2007 um 15.29 Uhr
>Inzwischen gibt es sogar hierzulande in großen Wirtschaftsunternehmen >Führungskräfte, die ungeachtet des geltenden Antidiskriminierungsrechts >freimütig bekennen, nur noch Christen einstellen zu wollen.
Hurrra! - Aber wenn wir uns dieses Land, in dem wir leben, anschauen: die Türken (ich sag bewusst nicht Kanacken) heiraten unsere Frauen (soll vereinzelt vorkommen) - und wir werden, wenn wir auch nur einer Muselfrau hinterherschauen, erschossen (kann zumindest passieren). Wir werden ja jetzt schon unterdrückt. Die Muselmenschen leisten sich ein teureres Leben (was man an Kleidung und Autos ja sehen kann) und darüberhinaus verlieren wir unsere Identitäten als Töchter und Söhne Gottes, indem wir uns diesem Geist beugen, dieser politischen Zurückhaltung, den anderen nicht verletzen zu wollen. Wer sind wir denn? - Das deutsche Volk verliert seine Identität…mmmh.