Examens-Einblicke I

10. Februar 2007

…eine neue Serie, die mit Sicherheit regelmäßig fortgesetzt wird – (mindestens) bis Juli 2008…

Schon merkwürdig. Da erinnert man sich noch gut an die ersten Vorlesungen als »Ersti«. Im Tübinger Theologicum entdeckt man immer noch neue Ecken (wie klein und übersichtlich war doch das Heidelberger WTS!). Je mehr man liest, desto größere Lücken gehen einem auf (diesem schon etwas älteren Bekenntnis von Simon kann ich mich voll und ganz anschließen!). Und trotzdem – es rückt näher: Das Examen.

Ein geradezu sagenumwobenes Ereignis. Im Gespräch mit Kommilitonen ein Tabu-Thema, das unter der Hand um so heftiger debattiert wird. Na ja. Vielleicht wäre hier (nur hier! ;) ) ein klein bisschen Entmythologisierung hilfreich… (Achti hat unter eben diesem Stichwort einen Praxis-Artikel für den nächsten »Ichthys« verfasst.)

Wenn man sich stichprobenartig umhört, bekommt man den Eindruck, die vorbereitende Lernphase sei eine Art Quarantäne-Zustand. Büffeln von frühmorgens bis Mitternacht. Weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Das bisherige Studium wird doch nicht ganz umsonst gewesen sein?! Na ja – noch habe ich wohl gut reden.

Übrigens werden wir ein ungewöhnlich großer Jahrgang sein: Die Fakultät hat eine neue Prüfungsordnung – und Deadline für die alte (weit bequemere) ist im Sommer 2008…

Was läuft also konkret?!

  • April/Mai 2007: Zulassungsarbeit. Das Thema musste ich (ungünstigerweise) jetzt schon einreichen. Es wird um die umstrittene »Pillenenzyklika« »Humanae vitae« gehen – und um die moraltheologische (Gegen-)Reaktion von Alfons Auer. Mal sehen, wie man das als Protestant bewerten kann…
  • Juni/Juli 2007: NT-Lernphase. Meine Lerngruppe formiert sich momentan… Inhaltlich wollen wir uns auf Paulus konzentrieren.
  • August/September 2007: AT-Lernphase (Schwerpunkt: Propheten).
  • Oktober/November 2007: PT-Lernphase (Schwerpunkt: Seelsorge).
  • Danach: Vorbereitung auf die mündlichen Prüfungen.
  • …man sieht schon – besonders konkret sind die Planungen noch nicht. Das gilt auch für die diversen Spezialthemen im mündlichen Teil, nach denen ich mich bislang eher nebenher umsehe…und die hier sicher auch noch Erwähnung finden werden.

    Mehr denn je merke ich gerade: Alleine schaffe ich das nicht. Ich bin bitter angewiesen auf Gottes Treue, jeden Tag neu. Gut, dass man auf ihn zählen kann.

    Unterdessen steckt Judith schon mittendrin. Ihr MTAR-Examen ist nächsten September. Geheiratet wird übrigens recht knapp – vier Wochen – vor meinen Klausuren. Wir hoffen auf möglichst große Synergie-Effekte…

     

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