Archiv für das Thema 'chrismon'

Zu kurz gegriffen

26. Mai 2011

»Das ist ja nicht zum Aushalten! Was lassen Sie in Ihrer Partnerschaft nicht durchgehen?

…fragt »chrismon« im Mai. Vor meinem inneren Auge erscheint die berühmte offene Zahnpastatube. Die Formulierung zielt doch vermutlich auf Marotten, auf schlechte (teils banale) Angewohnheiten. Auf Verhaltensweisen also, die man mehr oder weniger rasch ändern kann.
Die Schwierigkeit: Der Großteil der gegebenen Antworten […]

Alternativer Taufspruch

15. März 2011

In meinem Leben hat sich alles gut gefügt. Schon in meinem Taufspruch hieß es: »Alles fügt sich und erfüllt sich.«

…erzählt Ildikó von Kürthy in der aktuellen Ausgabe von »chrismon«. Und ich frage mich: Was für eine Bibel hat man damals verwendet??? Oder hat man sich gleich munter bei Christian Morgenstern bedient?

Überinterpretierte Krise

20. Februar 2011

Wussten Sie schon, dass das chinesische Schriftzeichen für »Krise« das gleiche ist wie das für »Chance«? Oh, echt, kennen Sie schon?

Schon im Juni 2010 hat Ursula Ott in ihrer »chrismon«-Kolumne »Erledigt« (hier ein weiteres nettes Beispiel) kräftig aufgeräumt mit einem Mythos, den auch ich schon diverse Male tradiert hatte… Was das Schriftzeichen auf »diese[r] abgeleierte[n], […]

Fraglicher Erfolg

12. Juli 2010

(…nein – das wird kein Beitrag zum neuen Weltmeister…)
Die Rede ist vom berühmten § 218a des Deutschen Strafgesetzbuchs. In den 70er Jahren entwickelt, 1995 zum letzten Mal überarbeitet, erklärt er den Schwangerschaftsabbruch – nach § 218 grundsätzlich rechtswidrig – in bestimmten Fällen für nicht strafbar. Diese paradox-einzigartige Verhältnisbestimmung reagiert u.a. auf frühere Missstände – u.a. […]

Luxusvilla verlost

14. Februar 2010

Karl Rabeder macht Schluss. Nach 15 Jahren als Millionär trennt er sich von seinem Besitz – und lebt künftig von 1.000 Euro im Monat. In der aktuellen »chrismon«-Ausgabe erzählt er, warum.

Pikant: Seine Tiroler Luxusvilla – Wert: 1,5 Millionen – verlost Rabeder. Ein Los kostet knapp 100 Euro. Der Erlös kommt einer Minikredit-Organisation zu Gute. Na, […]

Verramschte Milch

14. November 2009

Über die hiesigen Milchpreise hat in letzter Zeit nicht nur die Zeitschrift »chrismon« berichtet. Die bot aber eine kompakte grafische Darstellung der Entwicklung seit Anfang 2007 (Mausklick vergrößert):

Ich überlege mir gerade, wie Autobauer, Lehrerinnen, Zahnärzte, Managerinnen (und nicht zuletzt Pfarrer!) reagieren würden, wenn das ihre Gehaltskurve wäre… Weise darauf hin, dass keiner anderen Nation in […]

Werkgerechte Vereinnahmung

30. September 2009

»Einen Text gegen den Strich bürsten« – es scheint eine neue Marotte geworden zu sein, mit dieser plastischen Metapher die individuelle Umdeutung und Vereinnahmung biblischer Gleichnisse zu rechtfertigen. Neuestes Beispiel: Peter Steinacker, ehemaliger Kirchenpräsident, in »chrismon« 08.2009:

[…] Aber kann man Ironie auch predigen?
Steinacker: Leider nein, die Leute verstehen es nicht. Nach meinem Verständnis muss man […]

Schwarz-weiß oder grau in grau?

2. April 2009

An den verschiedensten Stellen in Kirche und Theologie (und darüber hinaus!) tauchen sie auf – die beiden »Lager« »Schwarz-weiß« und »Grau in grau«. Die Zuordnung zu sonstigen Schubladen scheint dabei meistens klar. So zum Beispiel, wenn Kai Sutrisno Scheunemann im »chrismon«-Magazin feststellt:

»Von den [evangelikal geprägten] Eltern [wollte ich mich] nicht [distanzieren], aber von ihrer Botschaft. […]

Eine neue Krankheit: »Unterwegs«…

7. Februar 2009

Einfach köstlich (und mit sehr komplexen Bezügen zum »Fluch der Flexibilität«…) – Ursula Otts Kolumne in der aktuellen »chrismon«…bewusst ungekürzt:

Alle sind jetzt immerzu unterwegs. Der Seminarleiter stellt sich mit den Worten vor, er sei seit einiger Zeit »im Buddhismus unterwegs«. Der befreundete Architekt, den man um einen Tipp für die Wohnung fragt, lässt per E-Mail […]

Verschlamptes Kreuzzeichen…

9. März 2008

Sich bekreuzigen…neben multireligiös-abergläubisch angehauchten Fußballprofis machen das nur Katholiken. So zumindest die landläufige Meinung. Dachte ich auch. Dachte.
Ausgerechnet Martin Luther – der ja nun wirklich nicht als stromlinienförmiger Katholik gilt – hat seinen Morgen- bzw. Abendsegen folgendermaßen eingeleitet: »…magst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes …« Und tatsächlich: Auch als nüchtern-kognitiv geprägter […]