Archiv für das Thema 'Dietrich Bonhoeffer'

Dankbarkeit und Trauer

27. November 2011

Wir wollen nicht trauern,
dass wir sie/ihn verloren haben,
sondern dankbar sein dafür,
dass wir sie/ihn gehabt haben

… diese Einleitung aus einem Gedicht vom Kirchenvater Hieronymus liest und hört man häufig bei Sterbefällen.
Ich frage mich: Woher kommt eigentlich das Missverständnis, Dankbarkeit und Trauer seien Gegensätze? Verstärken sich die beiden Gefühle nicht gegenseitig? Warum lösen wir die Spannung so […]

Feiern helfen?

27. Juni 2011

Eine meiner immer noch brennendsten theologischen Fragen kam natürlich auch in Greifswald zur Sprache, beim gemeinsamen Austausch zu Matthias Clausens Referat über die Predigt vor Post-Atheisten: Ist unsere »Gute Nachricht« nur was für die »Mühseligen und Beladenen«? Müssen wir den Starken ihre »Mündigkeit« erst »madig machen«, wie es Dietrich Bonhoeffer sehr polemisch ausdrückt? Brauchen wir […]

Un-wahrscheinlich ver-rückt

5. Juni 2010

…ein paar Einblicke in mein Seminar beim Stuttgarter Jugend-Christustag vorgestern. (Nebenbei: Referieren ganz ohne Konzept, nur mit Präsentation…die Premiere ist gelungen. :-)) Mausklick vergrößert jeweils.

»Es gibt wahrscheinlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott.« Am Mittwoch, den 10. Juni 2009 machte die »Buskampagne« – Ursprung: England – auch auf dem Stuttgarter Schlossplatz Halt.
»Es gibt wahrscheinlich […]

Wie viel Schwäche ist erlaubt?

29. März 2010

Anstatt

dem sicheren, zufriedenen, glücklichen Menschen nach[zuweisen], daß er in Wirklichkeit unglücklich und verzweifelt sei und das nur nicht wahrhaben wolle, daß er sich in einer Not befinde, von der er garnichts wisse und aus der nur sie ihn retten

könne, soll die Kirche

die Mündigkeit der Welt und des Menschen einfach anerkenn[en und] … den Menschen in […]

Wenn es das Böse nicht geben darf…

4. Januar 2009

Gestern gesehen: »Adams Äpfel« – ein dänischer Film, dessen abstruse Charaktere eine Fülle philosophisch-theologischer Grundsatzfragen aufreißen.
Besonders eindrücklich wird veranschaulicht, was Dietrich Bonhoeffer mit der »billigen Gnade« gemeint haben könnte: Wenn Schuld und Sünde nicht vergeben, sondern schlicht verleugnet und negiert werden – wie es Landpfarrer Ivan tut –, dann ist auch das Evangelium dahin. Wo […]

Priorität

4. März 2008

»Der "erste Gottesdienst am Tage" ist … eine Frage der Priorität: "In die ersten Augenblicke des Tages gehören nicht eigene Pläne und Sorgen, auch nicht der Übereifer der Arbeit, sondern Gottes befreiende Gnade, Gottes segnende Nähe". Am frühen Morgen entscheidet sich, mit welcher Perspektive und unter welcher Führung man in den Tag geht: »Bevor das […]

Hart auf hart

6. Januar 2008

Momentan bin ich an zwei größeren (nein, nicht militärischen…) Auseinandersetzungen beteiligt. In beiden Fällen geht es darum, »von unten« alte, fragwürdig gewordene Strukturen anzufragen. Und in beiden Fällen bin ich federführend an der Kritik beteiligt. (Recht grob umschrieben, ich weiß – aber die »Insider« wissen jeweils, was konkret gemeint ist…)
Für eines der Projekte war ich […]

Bücher-Stöckchen

20. November 2007

Warum die Sache »Stöckchen« heißt, ist mir trotz Simons (eher deskriptiver) Erklärung noch nicht ganz klar. Aber ich mache gerne mit, nachdem TobiZ mit seiner Bücher-Umfrage zuerst Hufi, dann Simon getroffen hat…
1. Welches ist das längste und/oder langweiligste Buch, durch das Du Dich, aus welchen Gründen auch immer, erfolgreich hindurchgekämpft hast?
»Doktor Schiwago« von Boris Pasternak. […]