Auto-Abschied

17. August 2012

Ich weiß: Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, und so haben wir unseres auch immer behandelt (von einem peinlichen Ausrutscher abgesehen). Gegen die Vergötterung des Kraftfahrzeugs wettere ich ja regelmäßig hier im Blog.

Und trotzdem: Ein bisschen Wehmut war schon mit dabei, als ich heute früh aufgebrochen bin – und unseren Lupo verkauft habe. Der uns immerhin seit Ende 2007 begleitet hat, trotz frühem Unfall und in unterschiedlichsten Situationen. Aber – wie schon mal vorab angekündigtjetzt einfach zu klein wurde

Ach ja: Ein neuer Wagen kommt nächste Woche nach Hause. Und welche Marke es nicht wird, ist ja schon klar

 

3 Kommentare zu “Auto-Abschied”

  1. Steffen meint:

    Übrigens denke ich zum Thema Autoeitelkeit: Im menschlichen Wesen ist es angelegt, auch über Äußerlichkeiten etwas auszudrücken.
    Die Ablehnung eines gewissen “Autokultes” ist somit auch recht eitel, finde ich.
    Ich fahre Oberklasse, natürlich Lexus und natürlich SUV und bin froh das zu tun, denn ich fühle mich damit gut und sicher.
    Ich fliege auch mit dem Flugzeug. Ich mag aber keine Kreuzfahrten oder den Massentourismus, denn ich denke, solcher Tourismus nimmt den Menschen vor Ort die Lebensgrundlage.Bin ich somit fast schon mehr ein linker Öko als ein Kleinwagenfahrer, der all-inclusive in die Dom-Rep. fährt?
    Es ist also nichts “nur” ein Gebrauchsgegenstand, sondern alles die eigene Betrachtungsweise.
    Wenn genug Kleingeld vorhanden ist und dafür keine Schulden gemacht werden müssen, dann ist`s doch für mich okay.
    Warum soll ich meine Dankbarkeit für den Erfolg oder eben die günstigen äußeren Umstände in meinem Leben, nicht auch durch ein Luxusauto mit Vollausstattung ausdrücken?
    Das heißt ja nicht zwingend, dass ich weniger für arme oder benachteiligte Menschen tue.
    Bin ich jetzt eitler oder “unchristlicher” als jemand der sagt: Ich fahre diese oder jene Marke nicht, weil…ich (sichtbar) so ein “guter Mensch” bin?
    Und: Glückwunsch zu einem größeren und -hoffentlich- sicheren Auto.
    Auch Noemi wird`s freuen, nicht im Lupo eingequetscht zu sein;-)

  2. Daniel meint:

    Du hast insofern recht, Steffen, als es da immer auch um familiäre und kulturelle Prägung, bestimmte Erfahrungen, Lebensgefühle usw. geht. Der erste mir bekannte Mercedes-Fahrer war ein Nachbar, der sein Auto jeden Samstag liebevollst gewaschen hat, … und meine Eltern kamen nicht drumherum, ihre Verwunderung darüber auch uns Kindern kundzutun … Das bleibt natürlich hängen. SUV und ökologisches Bewusstsein müssen sich nicht unbedingt ausschließen. Die gängigen SUV-Fahrer(innen) sind allerdings auch Kreuzfahrten und Massentourismus nicht abgeneigt, oder? ;-) Und klar: Es gibt auch andere Statussymbole als das Auto …

    Das mit der Sicherheit, tja … Das war in der Tat auch ein Argument gegen den Lupo (kein ESP, immerhin – Sonderausstattung! – ABS …). Andererseits: Gefährlich bleibt es natürlich …

  3. steffen meint:

    Statussymbole und Eitelkeit sind eben die Themen im Bezug auf unsere Äußerlichkeiten.
    Eine Gesellschaft, die ohne Bedenken Smartphones benutzt, weil jeder sich so wichtig nimmt, aber sich gleichzeitig ihrer Autos “schämt” ist auch eine eitle und verlogene Gesellschaft, denn für die Smartphones wird ebensoviel Ausbeutung betrieben wie für das Öl.
    Lieber gepflegt und sicher Auto fahren, dafür aber weniger und mehr Kurzstrecken mit dem Rad und mehr Festnetz…;-)
    Öko heißt sicher nicht immer Kleinwagen. Es heißt manchmal eben auch und vor allem: konservativ sein und bleiben.
    Großes Thema.

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