Abschiedsspiel

11. Mai 2009

Das waren Zeiten – als die Tübinger Basketballer noch in der Uhlandhalle spielten…unserer altehrwürdigen Schulsporthalle. Maximal 800 Zuschauer passten da rein – und entsprechend genial war die Stimmung. Sogar ALBA Berlin wurde damals aus dem Pokal gekegelt – und wäre Publikumsliebling DeJuan Collins im anschließenden Spiel gegen Frankfurt nicht umgeknickt – sogar das Halbfinale wäre drin gewesen… Als der Aufstieg in die Bundesliga gelang, musste jedes Mal mobiles Parkett verlegt werden (was Schüler gegen freien Eintritt und einen »LKW« gerne machten :-) ). Bedingungen, die den Offiziellen nicht schmeckten – mit Hilfe fragwürdiger Punktabzüge wurde Tübingen wieder rausgeekelt aus der höchsten deutschen Spielklasse. Aber die Mannschaft kam wieder…

Damals habe ich kein Heimspiel ausgelassen. Doch je länger ich weg war von Tübingen, desto seltener wurden meine Besuche…natürlich. Auch der Umzug in die neue, moderne Spielstätte am Freibad war da kein einschneidendes Erlebnis mehr.

Und trotzdem: Als dem Basketball-Team aus Ludwigsburg letzten Samstag dasselbe bevorstand, kamen nostalgische Gefühle hoch. Nach 37 Jahren verlässt man dort die legendäre Rundsporthalle. Ein Abschied, der ausgerechnet mit dem legendären Derby gegen Tübingen begangen werden konnte. Das eigentliche Spiel hatte unterirdisches Niveau, vor allem auf Seiten der Tübinger…aber das war ganz egal, angesichts der begeisterten Fans aus beiden Lagern. Ein Abend, der sich gelohnt hat!

 

Deine Meinung?!