Archiv für 23. September 2009

Bundestagswahl I: Politischer Mensch?

23. September 2009

Schriftsteller Maxim Biller ist ein »politischer Mensch«. Behauptet er zumindest – im »ZEIT MAGAZIN« vom 26. August. Mehr noch: Er »hatte schon immer etwas gegen dieses Wort "Politikverdrossenheit"« – denn: »Ich finde, wo Politikverdrossenheit konstatiert wird, da wird sie gleichzeitig auch erhofft.«
Gleichzeitig gilt allerdings: Biller geht prinzipiell nicht wählen. Warum? »Ich konnte nie meine Hand […]

Das Gute behalten

23. September 2009

»Prüft aber alles, und das Gute behaltet.« Schreibt Paulus in 1. Thessalonicher 5,21. Klingt gut. In der Theorie. Spannend wird es im konkreten Einzelfall.
Eine unserer ersten Stationen in Malawi war die Mua-Mission der weißen Väter (mit angegliedertem Kunstmarkt…). Der kanadische Missionar Claude Boucher Chisale hat hier 1976 eine beeindruckende Arbeit unter den afrikanischen Stämmen der […]

Faszination Tischtennis

21. September 2009

Buchstäblich in letzter Sekunde hatte ich noch Karten ergattert – für das große Finale der Tischtennis-Europameisterschaft 2009 in der Stuttgarter Porsche-Arena. Weil ich etwas früher weg musste, war es ganz in meinem Sinne, dass bereits die Halbfinal-Begegnungen unglaublich packend waren…
»Kann man bei Tischtennis überhaupt so viel sehen? Ist da nicht der Ball zu klein und […]

Endgültiger Abschied

20. September 2009

Seit gestern führt die Domain daniel-schlunk.de ins Leere (und steht laut Auskunft der DENIC gleich mal zum Verkauf…!). Ein merkwürdiges Gefühl. Mir fiel es letztes Jahr überraschend leicht, mit neuem Nachnamen unterwegs zu sein (selbst beim Unterschreiben war die Umstellung kein Problem). Und trotzdem kommen natürlich nostalgische Gefühle auf. War schon was Besonderes damals, eine […]

Vermeintlicher Stuhl

20. September 2009

Die dreibeinigen Gestelle im Vorder- bzw. Hintergrund kamen mir gleich bekannt vor. Vor Jahren hatte mein Bruder mal so was mit nach Hause gebracht. Als Europäer hielt ich das kunstvoll geschnitzte Souvenir spontan für einen Stuhl. Und zerstörte es mehr oder weniger mutwillig durch Draufsitzen. Eigentlich war es als Tisch gedacht (gewesen) – und entsprechend […]

Natürlich eingebunden

18. September 2009

Die Frage, warum ich den afrikanischen Kontrast »Arm« – «Reich« nicht so krass wahrgenommen habe, ist mir noch nachgegangen. Meine aktuelle These: Es lag nicht zuletzt an den Campingplätzen! Die waren größtenteils wunderschön – und fügten sich eben auch wesentlich besser in die Umgebung ein…

…als Fünf-Sterne-Hotel-Klötze mit horrendem Wasserverbrauch auf Bali…

Identitätsmerkmal

18. September 2009

»Muzungu, Muzungu!« Tönte es oft, wenn Einheimische uns umringten (und auf den Märkten bekamen wir Weißen nicht selten spezielle »Muzungu-Prices« angeboten…). Laut Auskunft unseres Reiseleiters bezieht sich »Muzungu« nun aber nicht primär auf die Hautfarbe. Sondern heißt übersetzt so viel wie: »Hastig Eilender«.
Mit einem hastigen Blick auf meinen Alltag hier, zurück in Stuttgart: Recht haben […]

Heilsame Unklarheit

17. September 2009

Es klingt paradox, was Adrian Plass schreibt (in einem erst jetzt entdeckten Gedichtband von 1996!) – und trotzdem empfinde ich ganz ähnlich… Wenn Jesus sagt: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich« (Johannes 14,6), dann ist das »intolerant« und barmherzig zugleich…

Ich wußte früher ganz genau, […]

Haarscharf

17. September 2009

Auch wenn Profis »nur« von einer »Landung unter erschwerten Bedingungen« sprechen: Zu hören, dass auf dem Stuttgarter Flughafen, wenige Kilometer von unserem Pfarrseminar in Stuttgart-Birkach entfernt, eine Maschine ohne Fahrwerk aufsetzen musste – da wird einem schon mulmig… Zumal es gut die »Fokker 100« gewesen sein könnte, mit der wir vor gerade mal vier Wochen […]

Fehlendes Händlertalent

16. September 2009

Nicht nur John wollte uns etwas verkaufen in Afrika… In allen Touristen-Regionen stießen wir auf kleine Ladenzeilen, in denen uns eifrige Händler ihre (meist überraschend sorglos auf dem Boden ausgebreitete) Ware schmackhaft machen wollten. Und natürlich muss unbedingt gefeilscht werden (auch wenn ich die gängige Behauptung, Einheimische seien nicht nur irritiert, sondern auch höchstgradig beleidigt, […]