Doofer Betrüger
10. März 2010
Teil 1 der praktischen Prüfungen naht – demnächst wird mein Reli-Unterricht in Klassenstufe 3 besonders genau beäugt… Um Zachäus wird es dann gehen – um den Oberzöllner also, den Jesus unbedingt besuchen »muss«…worüber dann wirklich »alle« sauer sind. Lukas 19,1-10 liest sich wie eine umfassende Steigerung zur Levi-Geschichte in Lukas 5,27-32 – das war meine erste persönliche Entdeckung.
Entdeckung Nr. 2 ist die These Richard C. Whites. Der will nämlich die gängige Sicht widerlegen, in Lukas 19,8 ändere Zachäus sein Leben. Vielmehr gehe es um eine Art Verteidigungsrede, in der sich Zachäus gegen die in Lukas 19,7 berichteten Anfeindungen zur Wehr setze. Nach dem Motto: »Ich weiß gar nicht, was die haben, Jesus! Schau’ her – ich gebe doch schon immer die Hälfte meines Vermögens den Armen – und wen ich betrüge, dem gebe ich es immer vierfach zurück.« Und tatsächlich werde Zachäus in Lukas 19,9 von Jesus rehabilitiert. Im Original:
the story tells of a man who was stereotyped by his job, resented and wrongly accused by his neighbours, who defended himself against the false charge, and whose good name was vindicated by Jesus.
Damit wäre Zachäus nach der Begegnung mit Jesus noch schmieriger gewesen als zuvor. Ein blöder Gedanke…
Abgesehen davon, dass das deutliche Schlussfazit Jesu in Lukas 19,10 dann nicht mehr so richtig passen würde…David A. Neale hat eine passende Antwort parat:
Obviously, no one (except perhaps a very poor business person!) would intentionally defraud and then make restoration at fourfold the price.
Das wäre in der Tat ein doofer Betrüger gewesen… Meine Frau dürfte also richtig liegen mit ihrer spontanen Bemerkung: »Da brauchte irgendein Typ rasch eine tolle theologische These…«















Doofer Betrüger:
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Geringer Unterschied?:
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